Stand: 19.07.2010 |Autor: sf

Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz (li.) hält die Original-Wappenurkunde aus dem Jahr 1510 in ihren Händen.
Weidener Altstadt altert um 500 Jahre
Weyden. Am kommenden Wochenende, 24. und 25. Juli 2010, wird die historische Weidener Altstadt ihrem Namen gerecht und verwandelt sich in die Bühne eines großen mittelalterlichen Spektakels. Aber Achtung! Auf dem Programm stehen auch einige Hinrichtungen. Aus wessen Tasche also lautstark Musik dröhnt, dem kann leicht der Bund mit dem Teufel vorgeworfen werden.
Das Weidener Stadtwappen besteht nun 500 Jahre
Am 25. Januar 1510 verleiht der Landesherr Kurfürst Ludwig V. von der Pfalz, auch im Namen seines Bruders Friedrich II. , der Stadt Weiden ein „vermehrtes Wappen“. Der bisherige einzelne Weidenbaum wird damals mit dem Pfälzer Löwen und den bayerischen Rauten im geteilten und gespaltenen Schild ergänzt.
Das Überbringen des Wappenbriefes
Das Spektakel beginnt um 10.30 Uhr am Oberen Markt mit der Überbringung des Wappenbriefes durch einen Reiter. Im Anschluss wird der Marktvogt die Marktregeln verkünden.
Speis und Trank
An beiden Tagen gibt es für die Gaumenfreuden eine Königstafel des Freundeskreises König Ruprecht aus Amberg mit Tafelmusik. Zwischendurch bieten historische „Bäckereyen“ ihre Waren an. Diese können mit angebotenen Gewürzen, die wohl auf den alten Handelsstraßen nach Weyden kommen, verfeinert werden. In einer Hexenküche brauen sich manche sonderbare Tränke mit unabsehbaren Folgen zusammen.
Musik
Auf taube Ohren wird man am Wochenende nicht stoßen. Die Kult-Mittelalterband Cultus Ferox bringt mittelalterliche Stimmung in den höchsten Tönen nach Weyden. Auch „Amici Musicae Antiquae“ und „Consortium Saltarello Salicense“ bieten Musik für „das gemeine Volk“ dar.
Allerlei Kurtzweyl
Viele der damaligen Beschäftigungen werden vorgeführt. So Tätigkeiten wie Klöppeln, das Filzhandwerk, die Handbuchbinderei und das Kartenlegen. In Schaukämpfen kann die Kunst des Schwertkampfes live erlebt werden. Wie auf dem Bauernhof fühlen sich die kleinen Besucher in der Stroh-Hüpfburg oder in der Zauberschminke in andere Welten versetzt. Alte Kinderspiele gibt es in der Kurt-Schumacher-Allee zum Ausprobieren. Ein Malwettbewerb zum Stadtwappen rundet das Angebot für die Kinder ab.
Weitere Vorführungen
Den ganzen Tag über unterhalten Gaukler, Feuerspucker und Bader die Besucher. Bogenschützen zeigen ihre Zielgenauigkeit.
Viele Gruppen beteiligen sich
Ein Dank geht an die vielen Mittelalter-Gruppen, die dieses Wochenende mitgestalten. Dabei sind das „Marktgräfliche Collegium Historiae“, das „Pressather Fähnlein“, der „Freundeskreis König Ruprecht“, „Luceomontis“, „Die Vogelfreyen Pernove“, „Die Vogelfreyen“ aus Neustadt, „Communitas Ardeoingas“, „Wolfenhain“, die „Wunsiedler Hundlinge“, und das „Fähnlein von der Weyden“. Mit dem Türmer der Stadt Weyden Christian Stahl kann das Volk auf den Turm von St. Michael steigen.
Medaille „500 Jahre Stadtwappen Weiden“
Silber und Gold haben es den Menschen sowohl früher als auch heute angetan. Zum Jubiläum werden daher Gedenkmünzen in limitierter Auflage in den beiden Edelmetallen geprägt. Sie sind in der Hauptstelle der Sparkasse Oberpfalz Nord zu erwerben.
Als Andenken kann sich jeder seine eigene Medaille in Zinn an einer historischen Münzprägemaschine beim mittelalterlichen Spektakel selber prägen.
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