Kindercircus KnallbonbonLiegl KüchenTurmführung ev. luth. Kirchengemeinde St. MichaelNoba HallenbauTreppen-EckertFlaschel Media
Header

Stand: 02.07.2011 | Autor: ef

Hier zu sehen ein illustriertes Frontispiz. Ein Mönch hält einen Bienenkorb vor dem Kreuz in den Händen.

Mönche – Bienen - Bücher

Amberg. Eine Ausstellung über das Thema „Mönche, Bienen und Bücher“ präsentierte mit Original-Bänden und Imkergeräten die Provinzialbibliothek Amberg.

Getreide, Obst, Gemüse
Wir sind dabei weitgehend auf die Bienen angewiesen. Sie bestäuben diese Pflanzen und sorgen so systematisch für Früchte. Der Wind als Bestäuber ist dagegen nicht zuverlässig.

Der Lorscher Bienensegen
Er zählt zu den ältesten deutschen Reimen. In althochdeutscher Sprache stammt der Text aus dem 9./10. Jahrhundert.

kirst, imbi ist hucze
nu fluic du, uihu minaz hera
fridu frono in munt godes
gisunt heim zu comonne

Übersetzung
Christ, der Bienenschwarm ist draußen
Jetzt fliege, du mein Viech herbei
Im Frieden des Herrn, im Schutz Gottes
Komme gesund heim.

Das Original des Textes können Sie im Vatikanischen Museum sehen.

Die Imme
Indogermanisch gibt es deia als hell glänzend wie der klare Honig.
Das Wort Imme ist die fast ausgestorbene Bezeichnung für die Biene. Althochdeutsch nennt man sie imbi, mittelhochdeutch imbe / imme für Biene oder Bienenschwarm. Martin Luther verwendet den Begriff Biene, der sich im Schriftdeutsch weitgehend durchgesetzt hat. Der Imker als Bienenzüchter ist aber übrig geblieben.

Der Zeidler
Althochdeutsch ist der Bienenzüchter der zidalari, mittelhochdeutsch der zidelaere, dann der Zeidler. Heute der Imker. Ortsnamen wie Zeitlarn in der Oberpfalz gehen auf die Bienenhaltung zurück.

Die Klöster
Schon lange wissen die Klöster um die wirtschaftliche Bedeutung. Aber sie brauchen die Bienen auch für liturgische Zwecke. In der Nacht benötigt man Kerzen bei den Andachten, bei Gottesdiensten brennen sie am Altar. Ferner ist die Tauf- oder Osterkerze ein fester Bestandteil des Ritus.
Dazu kommt, dass die Klöster die Bienen mit ihren intelligenten Leistungen wie Wabenbau oder Schwärmen als religiöses Symbol sehen.
Dabei greifen sie auf die Bibel zurück. Kanaan wird als Land beschrieben, wo Milch und Honig fließen. Dazu kommt der heilige Ambrosius von Mailand mit seiner „honigfließenden“ Überzeugungskraft. Auch der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux wird als Bienenheiliger deswegen verehrt.
Von daher ist nicht verwunderlich, dass die Klöster eigene Zeidelweiden errichten, also Waldgrundstücke zur Bienenhaltung kaufen. Nach der lateinischen Bezeichnung apis = Biene nennen sich die Zeidelmeister Apiarius. Die Untertanen hatten Wachsabgaben zu liefern.

Lange Zeit beziehen die Mönche ihr Bienenwissen aus antiken Schriften. Im Mittelalter wird dieses ergänzt durch Schriften der „Ökonomik“ mit praktisch erworbenem Wissen.
Die Hausväterliteratur um 1700 strebt in die Familien hinein, wie es eindrucksvoll zu sehen ist. Eine biologische Sicht der Biene beginnt im 18. Jahrhundert. Sie macht auch nicht an den Klöstern halt. In England züchtet ein Mönch die Buckfast-Biene, die sehr friedlich und überdurchschnittlich ertragreich ist. Als pädagogisches Thema findet sich die Biene jetzt in Oberpfälzer Klöstern.

Frontispiz
Immer wieder taucht aus dem Archiv ein prachtvoll gestaltetes Frontispiz auf. Es ist gegenüber der Titelseite abgedruckt. Wie in der Bildergalerie zu sehen, häufig mit einer Illustration. Hier auf barocke Weise thematisch prachtvoll gestaltet.

Quelle
Provinzialbibliothek Amberg


Artikelfunktionen



Gerade im Blickpunkt (Anzeigen)

Ihr Firmenlogo hier.



Facebook



Gastroguide

Weidenline Gastroguide